0963 Wasseranalyse Chemischer Sauerstoffbedarf CSB
Einleitung
Der Chemische Sauerstoffbedarf CSB ist der Leitparameter für die organische Belastung von Abwasser. Der Vorteil dieses Summenparameters liegt darin, dass er schnell und relativ einfach zu analysieren ist, eine niedrigere Streuung hat und daher eine höhere Aussagekraft besitzt als andere Parameter, wie zum Beispiel der Biologische Sauerstoffbedarf BSB.
Der CSB ist deshalb der wesentliche Leitparameter, mit dem die Leistungsfähigkeit einer Kläranlage und die Wirksamkeit der Regenwasserbehandlung beurteilt werden kann. Auch das DWA-Arbeitsblatt "Richtlinien für die Bemessung und Gestaltung von Regenentlastungen in Mischwasserkanälen" ATV-A 128 baut auf ihm auf.
CSB in der Analytik
Der Chemische Sauerstoffbedarf CSB gibt den Gehalt des Wassers an chemisch oxidierbaren Stoffen wieder. Darunter fallen sowohl die Stoffe, die biologisch abbaubar sind (BSB) als auch die Stoffe, die ausschließlich chemisch unter Sauerstoffverbrauch abgebaut werden können.
Bei häuslichem Abwasser ist der CSB etwa doppelt so hoch wie der BSB (Biologischer Sauerstoffbedarf). Sind die CSB-Werte mehr als doppelt so hoch, so ist das ein Hinweis darauf, dass das Abwasser möglicherweise schwer abbaubare organische Stoffe enthält. Diese Stoffe werden in einer Kläranlage nur begrenzt durch Mikroorganismen beseitigt. Sie müssen in einem separaten chemischen Prozess abgebaut werden. Gelangen die Stoffe in die Gewässer, so sind sie auch dort schwer abbaubar.
Für die CSB-Analyse gibt es einerseits das DIN-Verfahren des Normenausschusses Wasserwesen. Weniger aufwändig und daher in der allgemeinen Praxis gebräuchlich sind photometrische Schnelltest-Verfahren, wie das der Firma Dr. Lange, das wir in unserer Firma im Einsatz haben.

